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Gemeinnütziges Eingliederungsprojekt

CFJ - ein kleiner, aber feiner Selbsthilfeverein für Langzeitarbeitslose mit Mehrfachbelastung
Es gibt uns seit April 2014. Wir kümmern uns um Langzeitarbeitslose mit Mehrfachbelastung. Wir haben 2015 auch ein erfolgreiches Integrationskonzept für Flüchtlinge, auf die Beine gestellt. Wir vermittelten den Flüchtlingen handwerklich Fähigkeiten und die deutsche Sprache. Dafür hat uns die Regierung von Niederbayern den "Niederbayerischen Integrationspreis 2015" verliehen.

Wir entlasten die öffentlichen Sozialkassen, weil wir für Langzeitarbeitslose mit Mehrfachbelastung Arbeitsplätze schaffen. Seit Gründung unseres sozialen Beschäftigungsvereins, hat sich die Anzahl der Mitarbeiter auf sechs Vollzeitbeschäftige, drei geringfügig Beschäftigte und 11 Teilnehmer, erhöht. Darauf sind wir stolz, denn unser Motto lautet: Jeder hat ein Recht auf Arbeit!

20.09.2018 Frank Blank ist tot!

Heute Abend ist unser Vereinsmitglied Frank Blank gestorben.
"Gott gebe ihm den ewigen Frieden"!
Nach Sepp Pommer, Dirk Preuss, Hannes Maurer und Simone Haas ist Frank der fünfte Mensch, der zur Gruppe von 8 Personen gehörte, die vor über viereinhalb Jahren von heute auf morgen auf die Straße gesetzt wurden, genau zu der Zeit, als die ARBEUS an die Caritas überging. Diese Personen waren allesamt Langzeitarbeitslose mit Mehrfachbelastung, hauptsächlich mit Drogen- und Alkoholsucht belastet. Ich bin voller Zorn, dass unsere Politik so versagt und diese Menschen die notwendige Hilfe verweigert hat. Sie hätten nur eine kleine Chance auf Anerkennung und Arbeit gebraucht. Frank war bei uns Mitglied. Wir beim CFJ stoßen aber auch an unsere Grenzen, weil wir weder öffentliche Förderung, noch ausreichend kommunale Arbeitsaufträge erhalten. Fünf Tote, das ist unerträglich! (Bild: Frank Blank, verstorben am 20.09.2018)

Hebebühnenseminar mit Martin Eckerl

CFJ Mitarbeiterschulung für Hubarbeitsbühnen
Fa. Bachl Kunststoffe stellte Seminarraum und Hubarbeitsbühne kostenlos zur Verfügung

Mit wachsenden Aufgaben kommen bei CFJ Chance für Jeden FRG e.V. immer mehr Maschinen und Geräte zum Einsatz, deren Bedienung große Anforderungen an den Arbeitsschutz stellen. Am vergangenen Donnerstag, 23.08.2018, veranstaltete der CFJ deshalb im Seminarraum und auf dem Betriebsgelände der Firma Bachl eine intensive Schulung für das Führen sogenannter selbstfahrender Gelenkarbeitsbühnen statt. Gleich zu Beginn zeigte der Arbeitsschutzexperte Martin Eckerl den sieben Teilnehmern sehr beklemmende Unfallbilder, bei dem der Unfallhergang durch den sogenannten Peitschen- bzw. Katapulteffekt verursacht wurde. In diesen Fällen wurden die Mitarbeiter aus den Arbeitskörben geschleudert, nachdem sich die Hubmaschine verhakt hatte und die zwingend vorgeschriebene „PSA Persönliche Schutzausrüstung“ nicht angewendet worden war. Übrigens, eine der häufigsten Todesursachen bei Unfällen mit Gelenkarmhebebühnen. Im theoretischen Teil lernten die Teilnehmer wie sie sich richtig beim Umgang mit der Maschine verhalten sollen und welche Vorschriften, Betriebsanweisungen des Herstellers und gesetzliche Unfallverhütungsvorschriften sie dringend beachten müssen. Der praktische Unterrichts- und Prüfungsteil fand auf dem Hallengelände der Kunststofffabrik Bachl in Freyung, statt. Die Prüflinge musste beweisen, dass sie die Arbeitsschutzvorschriften auch in der Praxis anwenden und die selbstfahrende Hubarbeitsbühne sicher durch einen schwierigen Parcours steuern können. Bei simulierten Arbeiten mussten die Teilnehmer in schwindelnder Höhe beweisen, dass sie alle Hebe- und Schwenkbewegungen des Gerätes sicher beherrschen. Schulungsleiter Martin Eckerl freute sich, dass alle Teilnehmer die Prüfungen erfolgreich absolvieren konnten.

Gruppenbild: v.l. Josef Bledy, Stefan Laci, Nikolas Laci, Uwe Geißler, David Lacko, Friedl Patrick (Fa. Bachl), Dersch Daniel (Fa.Bachl), Martin Eckerl (Experte für Arbeitsschutz)